Internationale Migration führt dazu, dass Wohnbevölkerung und Staatsvolk zunehmend weniger übereinstimmen. Immer mehr Menschen leben außerhalb der Grenzen des Landes, dessen Staatsbürger:innen sie sind, während ein wachsender Teil der Wohnbevölkerung aus Nicht-Staatsbürger:innen besteht. Wie groß diese Diskrepanzen sind, hängt nicht nur von Wanderungsbewegungen ab, sondern auch von den Regeln für den Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit.
In ihrem aktuellen Sachbuch widmen sich die Politikwissenschaftler Rainer Bauböck und Gerd Valchars dem Zusammenhang von Migration, Staatsbürgerschaft und Wahlrecht. Die Autoren zeigen, dass Österreich bei der Öffnung der Staatsbürgerschaft, bei der Akzeptanz von Doppelstaatsbürgerschaften und bei der Ausweitung des Wahlrechts weit zurückbleibt. Das erschwert die Integration und schwächt die Legitimität demokratischer Institutionen.
Eröffnung: Kyoko Shinozaki, Universität Salzburg, Soziologie
Moderation: Sylvia Hahn, Universität Salzburg, Geschichte
Mit den Autoren diskutieren:
Michaela Fischer, Arbeiterkammer Salzburg, Abteilung Sozialpolitik
Zoe Lefkofridi, Universität Salzburg, Politik & Geschlecht, Diversität & Gleichheit
Monika Pink-Rank, VielfaltsAgentin
Gerd Valchars/Rainer Bauböck: Migration und Staatsbürgerschaft, Band 1 der Reihe „Migration &“, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 2021, Print und Open Access.
Practical information
- Venue
- Literaturhaus Salzburg Strubergasse 23 | H.C. ARTMANN-Platz | A- 5020 Salzburg
- Where
- Österreich
- When
- to
- Languages
- German
- Organiser
- Universität Salzburg, Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Source
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